Presse

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Heilbronner Stimme, Dienstag, 27.06.2022

Große Bühne für die Kleinen

So einen großen Platz, so viele Zuschauer und so viel Trubel sind sie nicht gewohnt, die neun Springreiterinnen bis maximal zwölf Jahren und ihre tierischen Partner: Beim 70. Ilsfelder Reitturnier ging es am Sonntagnachmittag auch um den Kindercup Baden-Württemberg. „Nach zwei Jahren Pandemie wollten wir wieder ein Angebot für Kinder von klein auf machen. Wir brauchen neue Leute“, sagt Kindercup-Organisatorin Amelie Mayer aus Unterheinriet. Ilsfeld war die fünfte von acht Stationen. Dieter Melwitz, Vorsitzender des RV Ilsfeld, freut sich: „Vielleicht sehen wir einige davon in zehn bis zwölf Jahren hier am Sonntagnachmittag im Großen Preis wieder.“ Siegerin wurde Romy Koch (PSV Burkhardshof) mit Killacloran Cove.lm

 

 

Reiterjournal, Sonntag, 19.06.2022

Das nächste Neuner-Kind im kleinen Cup

Der neue Kindercup Baden-Württemberg ist voll eingeschlagen. Auch in Ichenheim, wo die Veranstalter spontan eine Station ins Programm aufgenommen hatten, zeigten die U12-Kinder (hier überwiegend aus Südbaden) am Sonntag starke Leistungen und beherzte Ritte auf  treuen Ponys und gut gerittenen Pferden. Und eine elfjährige junge Dame überzeugte besonders: Das war Antonia Braun aus Bahlingen am Kaiserstuhl, die im Sattel ihrer Holsteiner Stute Cecilia zu Recht eine 9,0 im Parcours erhielt. Das talentierte Mädchen ritt mit viel Übersicht und Kontrolle. Cecilia wurde von Antonias Mutter Tatjana Braun ausgebildet und bis zu M-Springen platziert; sie ist auch die Trainerin ihrer Tochter.

Sie verwies den ebenfalls schon versierten Freiburger Sebastian Krauss mit Lerano auf Rang zwei (8,8) vor Oceane Maya Krämer auf  Henriette, Nora Ost auf Miss Sunshine aus Neckarsulm und Hanna Balcarek mit dem halben Haflinger Gordi, der schon mehrere Ponykinder erfolgreich in den Sport gebracht hat. Das Mädchen hat den Feuerstuhl mit der hellen Mähne gut im Griff, trainiert wird sie übrigens auf dem Gestüt Dobel von Olaf Peters (rok/Foto: Doris Matthaes).

Die Winterlingen Winners Springen 2022 im Video – der Kindercup auf Reiterjournal TV

 

 

 

Reiterjournal, Dienstag, 07.06.2022

Erster Neuner im Kindercup

So ist es nun mal im Reitsport, egal ob Vier- oder Zweibeiner: Es kommt auf die Gene an, und ein ordentlicher Stallgeruch hilft auf dem Weg zum Erfolg. Das gilt für die achtjährige Louisa Marie Hempel aus Fulgenstadt bei Bad Saulgau mitten in Oberschwaben besonders. Ihr Vater ist sogar Championatsreiter. Landesweit sorgte das strohblonde Mädchen am Pfingstmontag für Aufsehen, als sie in Weingarten/Oberschwaben beim neuen Kindercup für die Springreiter-Kinder U12  eine 9,0 als Stilnote bekam. Im Sattel ihres Ponys Lesly zeigte die junge Dame ganz beachtlich rhythmisches Reiten und eine feine Einwirkung. Da hat jemand das Talent im Blut, erkannten Richter und Zuschauer. Stimmt auch: Louisa Marie Hempel ist die Tochter der Pferde-Phsyiotherapeutin und Dressurausbilderin Juliane Hempel und keines Geringeren als des deutschen Championatskader-Dressurreiters Benjamin Werndl aus Bayern. Die aktuell weltbeste Dressurreiterin Jessica von Bredow-Werndl ist also ihre Tante. Juliane Hempel war vor einigen Jahren als Bereiterin bei der Familie Werndl in Aubenhausen angestellt, „Beni“ Werndl und sie waren ein Paar, brachten Louisa zur Welt. Die kleine Oberschwäbin sieht ihren Vater mittlerweile mindestens einmal im Monat, man fährt gemeinsam in Urlaub. „Wir sind nach wie vor gut befreundet“, schildert ihre Mutter, die auch die Trainerin ihrer Tochter ist. Am Wochenende fanden parallel in Weingarten und bei den „Winterlingen Winners“ die nächsten Stationen zwei und drei im neuen Kindercup Baden-Württemberg statt. Die Kinder müssen ein Stilspringen über 85 Zentimeter hohe Sprünge absolvieren. Die Leistungen sind sehr beachtlich, wie auch Amelie Mayer bestätigt, die Erfinderin und Mentorin des Cups. In Weingarten ritten noch zwei weitere Kinder mit einer Wertnote von deutlich über 8,0; nämlich Anna Bassani aus Obersteig mit Lifestyle und Heidi Hebisreutinger aus Meckenbeuren-Madenreute auf der Württemberger Stute Amelie. Parallel waren auch in Winterlingen Berufsreiter-Kinder vorne: Luisa Roth ist die Tochter der beiden Springreiter Alexandra Roth und Volker Hahn, die in Waldenbuch den Ausbildungsstall Hasenhof leiten. Volker Hahn gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten und gewissenhaftesten Springausbildern des Landes. Im Sattel der DSP-Stute Queen Bee siegte die zehn Jahre alte Luisa (mit einer Wertnote von 8,0) vor dem erst achtjährigen Nesthäkchen Paula Roming, deren Mutter Nadine in Neckarburg eine Kinderreitschule besucht, auf der Württemberger Stute Lyra vor Nora Ost auf Miss Sunshine; auch ihre Mutter Amelie Mayer war im Springsattel schon bis zur schweren Klasse aktiv (rok/Fotos: Roger Müller)
19. April 2022

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Meißenheim: Chiara König und Luisa Meidinger haben die Nase vorn

Fotos: D. Matthaes
Fotos: D. Matthaes
Die erste Station des Kinder-Cups für Reiter und Reiterinnen bis zwölf Jahre war am Ostermontag in Meißenheim. Mit einer 8,2 sicherte sich Chiara Hannelies König den Sieg des Stilspring-Wettbewerbs über 70 cm im Sattel ihrer Stute Calgary. Die Richter lobten besonders den Springsitz und die sichere Hilfengebung der elfjährigen Nachwuchsreiterin, die bei Ausbilderin Julia Baur trainiert. Platz zwei erreichte Philine Kraus, die für eine „couragierte Runde“ eine 8,0 erhielt. Hanna Balcarek sprang mit Gordi auf Rang drei. Für einen routinierten Ritt mit sauberer Linienführung vergaben die Richter die Wertnote 7,8. Dahinter reihte sich die jüngste Teilnehmerin mit 7,5 ein: die siebenjährige Paula Roming. Platz fünf ging an Marie Hofer mit Denja. Sie bekam eine 7,3 und ein deutliches Lob für ihre gute Übersicht im Parcours. Letztplatzierte wurde Xenia Leonie Späth. Obwohl die Neunjährige den Parcours frühzeitig beendete, erhielt auch sie eine Schleife und einen Ehrenpreis. Denn Motivation und Spaß für die Nachwuchsreiter sind die Pfeiler, auf denen der Kinder-Cup stehen soll. Initiatorin Amelie Mayer fand die Premiere absolut gelungen: „Es gab tolle Richter-Kommentare und alle haben sich wirklich Zeit genommen für die Kinder.“ Zudem sei der Start auf so einem großen Platz gar nicht so einfach. Noch dazu vor dem Hauptspringen des Tages, dem Großen Preis von Meißenheim, der besonders viele Zuschauer anzieht.
Diese Prüfung, ein S-Springen* mit Stechen, entschied Luisa Meidinger im Sattel ihrer 13-jährigen Holsteiner-Stute Quinta für sich. Gute fünf Sekunden mehr brauchte die Zweitplatzierte Alina Sester mit ihrem zehnjährigen, selbst ausgebildeten Coco Blue: Für das Paar der erste Erfolg in der schweren Klasse. Kein Wunder, dass bei der Platzierung Freudentränen flossen. Dritte wurde Jennifer-Sandra Dreher mit dem 14-jährigen Curtis Sitte (ein Abwurf). Auf Platz vier kamen ihre Schwester Lena-Sophie Dreher und der 8-jährige Holsteiner Cassius Clay mit ebenfalls einem Abwurf. Turnierleiter Bernhard Wehr zeigte sich sehr zufrieden mit dem Turniertag: „Was will man mehr: Wetter und Boden top, Reiter und Veranstalter zufrieden“, freute er sich. „Nächstes Jahr planen wir zwei Tage, eventuell mit Jungpferde-Prüfungen.“ (mj)